Gäste

Dr. Stefan Aykut
Politikwissenschaftler und Soziologe
Centre Marc Bloch, Berlin

Stefan Aykut ist Politikwissenschaftler und Soziologe am Laboratoire Interdisciplinaire Sciences Innovations Sociétés (INRA, Universität Paris-Est MLV) und ist assoziierter Forscher am Centre March Bloch in Berlin. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit internationaler Klimapolitik, der Energiewende und der besonderen Rolle von Szenarien und Vorhersagen als gemeinsame Sprache in der Energiedebatte. Er interessiert sich zudem für den Beitrag der Sozialwissenschaften an den Gesprächen zur Umweltkrise. Er verfasste etwa zwei Dutzend Artikel und Beiträge in Sammelbänden zu diesen Themen. Zusammen mit Amy Dahan hat er 2015 das Werk Gouverner le climat ? 20 ans de négociations internationales bei Presses de Sciences Po veröffentlicht.

Foto von Stefan Aykut
Dr. Leyla Dakhli
Forscherin am CNRS
Centre Marc Bloch, Berlin

Leyla Dakhli ist Doktor der Geschichte mit Schwerpunkt Kultur- und Gesellschaftsgeschichte der Arabischen Welt. Sie forscht für das CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique). Zurzeit arbeitet sie für das Marc Bloch Zentrum Berlin. Ihre Themen sind Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des Nahen Ostens (Syrien, Libanon, Palästina), das Moderne Tunesien und die transnationalen Netzwerke von Gelehrten, Künstlern und Künstlerinnen.
Sie ist Mitglied der Redaktionskomitees der Zeitschriften Le Mouvement Social (Paris), The International Review of Social History (Amsterdam) und La Vie des idées. Sie war mit der Organisation offizieller Veranstaltungen des Think Tank „La République des idées“ betraut (2009-2011). Darüber hinaus hatte sie einen Sendeplatz in der Sendung „Les Matins de France Culture und eine eigene Rubrik in der Zeitung  „Libération“.
Unter anderen liegen von ihr folgende Veröffentlichungen vor: Histoire du Proche-Orient contemporain, Paris 2015 ; Une génération d’intellectuels arabes. Syrie et Liban,  1908-1940, Paris, 2009 ; Avec Vincent Lemire et Daniel Rivet, Proche-Orient : foyers, frontières et fractures. Vingtième siècle, 2009 ; avec Stéphanie Latte Abdallah, Des engagements au féminin au Moyen-Orient (XXe - XXIe siècles), Le mouvement social, 2010 ; « Une lecture de la révolution tunisienne », in Le Mouvement social, N°236, juin-septembre 2011 ; « L’ordre des choses et le sens de l’histoire. La Tunisie après la révolution de 2010-2011 » in REMMM N°138, janvier 2016 ; « Entre fidélité et réconciliation, quelle place pour la politique dans la Tunisie révolutionnaire ? », in Pouvoirs. La Tunisie, N° 156, janvier 2016.

Foto von Leyla Dakhli
Camille De Toledo
Schriftsteller

Camille de Toledo ist ein Berufsschriftsteller, der seine Kreativität auf Kunststoffinstallationen und Videokunst ausweitet. Heute lebt er in Berlin, wo er neue, labyrinthartige Formen des Schreibens entwirft. Er kultiviert die „Ästhetik des Schwindelerregenden“, indem er Texte und Geschichten übereinanderschichtet, insbesondere in seinem Werk Vies potentielles. Vor kurzem initiierte er auch drei Ausstellungen in der Leipziger Baumwollspinnerei, die sich mit unserer vergangenheitsorientierten Gesellschaft auseinandersetzten.

Foto von Camille de Toledo
Guibert Del Marmol
Conférencier und ehemaliger Unternehmensleiter

Von San Francisco über den Amazonas und europäische Landstriche bis nach Bombay – Guibert del Marmol ist ständig in Kontakt mit Unternehmern, die die Welt verändern, und bringt die Begriffe Wirtschaft, Ökologie und Zweckmäßigkeit in Einklang. Ehemals Leiter eines Unternehmers ist er heute Berater, Autor und Redner mit dem Spezialgebiet „regenerative“ Wirtschaft. Seit 2006 begleitet er Unternehmensleiter, Verwaltungsräte und Aktionäre bei der Entwicklung eines nachhaltigen Managements auf der Grundlage der Schaffung gemeinsamer Werte. Er engagiert sich in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, soziales Unternehmertum und verantwortungsvolle Investitionen. Er tritt sowohl in Europa als auch in den USA und in Asien auf.

Prof. Dr. Gabriele Dolff-Bonekämper
Professorin für Kunstgeschichte
Technische Universität Berlin

Kunst- und Architekturhistorikerin, 1988 bis 2002 Denkmalpflegerin in Berlin. Expertin für Kulturerbe beim Europarat. Seit 2002 Professorin für Denkmalpflege am Institut für Stadt-und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin. Zahlreiche Publikationen über Denkmalwerte- und Kulturerbe-Theorie und Erinnerungsforschung sowie über Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne in Europa.

Foto von Gabriele Dolff-Bonekämper
Emmanuel Druon
Unternehmer
Pocheco

Der nordfranzösische Unternehmer Emmanuel Druon hat sich seit über 15 Jahren dem Konzept einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft verschrieben. Seit 1997 ist er Geschäftsführer des bei Lille ansässigen Unternehmens Pocheco, das Briefumschläge herstellt, und nach sozial verträglichen und "ökolonomischen" Kriterien wirtschaftet.
Emmanuel Druon ist Autor zweier Sachbücher, die im Verlag Actes Sud in der Reihe Domaine du Possible erschienen sind: Le Syndrome du Poisson Lune, un manifeste d’anti management und Ecolonomie, Entreprendre sans détruire.

Photo d'Emmanuel Druon
Prof. Dr. Andreas Eckert
Professor für moderne Geschichte
Humboldt Universität Berlin

Studium Geschichte, Französisch und Journalistik in Hamburg, Yaoundé und Aix-en-Provence. Promotion 1995 in Hamburg, Habilitation 2002 an der HU Berlin. 2002 bis 2007 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg, seither Lehrstuhl für die Geschichte Afrikas an der HU Berlin. Seit 2009 zudem Leiter des BMBF Käte Hamburger Kollegs „Arbeit und Lebenslauf in globalhistorischer Perspektive“. Vorsitzender des Forums Transregionale Studien. Gastprofessuren und Fellowships u.a. an der Maison des Sciences de l’Homme Paris, der EHESS, dem Institut d’Etudes Avancées de Nantes, der Maison d’Histoire Genf, Harvard University, University of Michigan Ann Arbor und dem Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS). Arbeitsschwerpunkte: Geschichte Afrikas im 19. und 20 Jh.; Geschichte der Arbeit; Globalgeschichte. Regelmäßiger Autor für die FAZ und die ZEIT.

Foto von Andreas Eckert
Prof. Dr. Ottmar Ette
Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Universität Potsdam

Ottmar Ette wurde 1956 im Schwarzwald geboren. Er promovierte 1990 an der Universität Freiburg i. Br. mit einer Arbeit über José Martí und habilitierte sich 1995 an der Katholischen Universität Eichstätt über Roland Barthes. Seit Oktober 1995 ist er Lehrstuhlinhaber für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Seine Venia Legendi umfasst die Romanischen Literaturen sowie die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft.
2014 wurde Ottmar Ette zum Honorary Member der Modern Language Association of America (MLA) gewählt, seit 2013 ist er Ordentliches Mitglied der Geisteswissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2015 erfolgte die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Im Jahr 2010 wurde er Mitglied der Academia Europea sowie u.a. Honorary Fellow am Institute of Modern Languages Research der School of Advanced Study der University of London
Ottmar Ette war 2004-2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2013 Fellow der Bayreuth Academy of Advanced African Studies sowie im Jahr 2010 Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS).

Foto von Ottmar Ette
Prof. Dr. Naika Foroutan
Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik
Humboldt Universität Berlin

Naika Foroutan ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und sie ist stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM), das von der Hertie-Stiftung und dem DFB gefördert wird.
Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität.
Seit 2011 ist sie zudem Leiterin der Forschungsgruppe Junge Islambezogene Themen in Deutschland (JUNITED) im Rahmen des Projekts Junge Islam Konferenz (JIK), welches von der Stiftung Mercator gefördert wird. Im Jahr 2011 erhielt sie den Berliner Integrationspreis für ihr Eingreifen in die bundesweit kontrovers geführte „Sarrazindebatte“. Im Jahr 2012 erhielt sie für ihre wissenschaftlichen Leistungen den Wissenschaftspreis der Fritz-Behrens Stiftung für exzellente Forschung. Sie ist zudem Vorstandsmitglied, des Rats für Migration, einem Zusammenschluss von über 100 deutschsprachigen Wissenschaftlern, die mit ihrer Forschungsexpertise in den öffentlichen Raum hinein intervenieren, um zur Versachlichung der Debatte um Migration und Integration beizutragen.

Foto von Naika Foroutan
Prof. Dr. Michel Foucher
Geopolitologe und Diplomat
Collège d'Etudes Mondiales, Paris

Michel Foucher ist Professor, Geograph, Diplomat und Inhaber des Lehrstuhls für angewandte Geopolitik am Collège d’études mondiales in Paris. Er war Berater des französischen Außenministers und französischer Botschafter in Lettland sowie Beauftragter für europäische Fragen. Zuletzt veröffentlichte er 2013 La bataille des cartes, analyse critique des visions du monde und er ist Ko-Autor des Rapport Schuman sur l’Europe, l’état de l’Union, 2016.

Foto von Michel Foucher
Prof. Dr. Gunter Gebauer
Professor für Philosophie und Sportwissenschaft
Freie Universität Berlin

Er gehört zu den großen Persönlichkeiten der Philosophie und hat erfolgreich mehrere Disziplinen miteinander verknüpft. Er ist ein Spezialist der Sportsoziologie und berichtet regelmäßig in den Medien über dieses Feld (seine Artikel erscheinen u.a. in der FAZ). Er übte Gastprofessoren in Paris, Straßburg und Hiroshima (Japan) aus. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen der Sprachphilosophie, Körperanthropologie, Soziologie der körperlichen Praktiken, der Ästhetik und der Theorie des Sports und des Spiels

Foto von Gunter Gebauer
Prof. Dr. Alfred Grosser
Essayist und conférencier

Alfred Grosser, Jahrgang 1925, gehört zu den großen Persönlichkeiten der deutsch-französischen Freundschaft. Er hat in mehreren grandes écoles Politikwissenschaften unterrichtet, von Science Po Paris, wo er emeritierter Professor ist, über die Universität Keio in Japan und die Ecole Polytechnique bis hin zur HEC Paris.
Parallel dazu arbeitete er von 1965 bis 1994 als politischer Berichterstatter für die Tageszeitung Le Monde und später, etwas unregelmäßiger, für la Croix und Ouest-France.
Als großer Mitgestalter der deutsch-französischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Alfred Grosser, der den Einfluss beider Kulturen persönlich erlebt hat, mehrmals ausgezeichnet, insbesondere mit der Würde eines Großoffiziers der Ehrenlegion. Heute hält er zahlreiche Vorträge vor einem gewollt facettenreichen Publikum. Er ist Verfasser zahlreicher Werke, darunter Le sel de la terre : pour l’engagement moral (Seuil, 1981), Les identités difficiles (Presses de Science Po, 1996) und La joie et la mort : Bilan d’une vie (Presses de la Renaissance, 2011).

Prof. Dr. Serge Latouche
Ökonom und Philosoph
Universität Paris-XI

Serge Latouche wurde 1940 in Vannes geboren. Er ist ein französischer Philospoh und Ökonom. Als emeritierter Professor der rechts-, wirtschafts- und verwaltungswissenschaftlichen Fakultät Jean Monnet der Universität Paris XI ist er Wachstumsgegner, Vorsitzender des Vereins der Freunde Entropias (ein Magazin für theoretische und politische Studien zur Wachstumsrücknahme) und er leitet die Publikationsreihe „der Vorreiter der Wachstumsrücknahme“ im Verlag Le Passager Clandestin. Er wirkt außerdem an der Revue MAUSS mit.

Foto von Serge Latouche
Prof. Dr. Hervé Le Treut
Klimaforscher
GIEC

Hervé Le Treut hat an der Ecole Normale Supérieure Physik studiert und sich schon früh der Untersuchung der Erde anhand von digitalen Modellen zugewandt. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf Fragen des Klimawandels im Zusammenhang mit menschlichem Handeln. Le Treut ist Forschungsdirektor des CNRS und lehrt an der Université Pierre et Marie Curie sowie an der Ecole Polytechnique. Außerdem leitet er das Institut Pierre Simon Laplace, ein Zusammenschluss von neun Forschungslaboren in der Pariser Region, und hat an den jüngsten Berichten des Weltklimarats IPCC mitgewirkt. Le Treut ist Mitglied der Académie des Sciences.

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder
Professor für Geologie und Anthropozänforschung, Freie Universität Berlin
Leiter Haus der Zukunft

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder ist Gründungsdirektor des Hauses der Zukunft und insbesondere für dessen Inhalte zuständig. Früher war er u.a. Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und des Berliner Naturkundemuseums. Als Geologe und Anthropozänforscher lehrt und forscht er auch an der Freien Universität und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Foto von Reinhold Leinfelder
Prof. Dr. Jochen Maas
Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, Sanofi-Aventis Deutschland
Sanofi-Aventis

Prof. Dr. Jochen Maas ist seit Oktober 2010 Geschäftsführer Forschung & Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Er leitet zudem den German R&D Hub, eines von weltweit fünf im Jahr 2012 geschaffenen integrierten Forschungs- und Entwicklungszentren und ist Mitglied des globalen R&D Management Board. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit in der Industrie hält Jochen Maas als Professor an der technischen Hochschule Mittelhessen Vorlesungen über Pharmakokinetik und Drug Delivery Systeme. Neben seiner Tätigkeit im F&E-Management des Unternehmens hält Jochen Maas häufig wissenschaftliche Vorträge. Darüber hinaus ist er Fachautor und Mitherausgeber mehrerer wissenschaftlicher Monographien.

Photo de Jochen Maas
Prof. Dr. Philippe Meirieu
Professor für Bildungswissenschaft
Universität Lumière-Lyon 2

Philippe Meirieu, geboren 1949, war Grund- und Sekundarschullehrer sowie Lehrer an Gymnasien und Berufsgymnasien. Heute ist er emeritierter Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaften. Im Rahmen seines umfangreichen privaten und beruflichen Engagements war er Chefredakteur der Cahiers pédagogiques, Verantwortlicher einer Laborschule, Leiter des Institut nationale de recherche pédagogique, Leiter des Institut universitaire de formation des maîtres de l’Achémie in Lyon und Zeit seines Lebens Vize-Präsident für Bildungsangelegenheiten der Region Rhône-Alpes. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit differenzierter Pädagogik und Situationsproblematiken. Heute setzt er sich hauptsächlich mit der Geschichte und der Aktualität der Pädagogik auseinander. Er interessiert sich außerdem für die Frage des Lernens und ihrem Verhältnis zur Ethik, für die Umsetzung didaktischer Programme und den Wunsch zu lernen. Zudem widmet er sich der Ausbildung von Lehrkräften. Zu all diesen Themen hat er zahlreiche Werke verfasst, die in der ganzen Welt gelesen werden.

Foto von Philippe Meirieu
Prof. Dr. Dominique Moïsi
Professor für Geopolitik
Collège d'Europe Natolin (Warschau), IFRI, ENA, Sciences Po Paris

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1946 geboren, studierte Dominique Moisi Politikwissenschaften an der Hochschule Sciences Po Paris und anschließend in Harvard. Er arbeitete später als Dozent an der ENA, in Harvard und an Sciences Po Paris. Nachdem er Assistent von Raymond Aron war, wird er Dozent für europäische Geopolitik am Collège d’Europe (Europakolleg) in Natolin (Warschau). Als Experte für Geopolitik und Spezialist für internationale Politik ist er als Fachberater des IFRI (Institut français de relations internationales) tätig. Ferner veröffentlicht er regelmäßig Artikel für die Financial Times, die New York Times oder Die Welt.

Prof. Dr. Christoph Möllers
Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie
Humboldt Universität Berlin

Christoph Möllers, geb. 1969, studierte Rechtswissenschaf­ten, Philosophie und Komparatistik in Tübingen, Madrid und München. 1. Staatsexamen 1994 in München, 2. Staatse­xamen 1997 in Berlin, 1995 Master of Laws an der University of Chicago Law School, 1999 Promotion bei Peter Lerche in München, 1997-2000 Assistent bei Hartmut Bauer an der TU Dresden, 2000-2004 bei Eberhard Schmidt-Aßmann am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht. Habilitation an der Universität Heidelberg, Venia Legendi für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Europa- und Völker-recht. 2004/2005 Professor für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, von 2005 bis 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentli­ches Recht, insbes. Staatsrecht, Verfassungstheorie und Rechtsverglei­chung an der Georg-August-Universität Göttingen, seither Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Möllers war 2005 Emile Noël-Fellow an der New York-University School of Law und 2006/2007 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Von 2011 bis 2014 war er Richter im Nebenamt am Oberverwal­tungsgericht Berlin-Brandenburg. Seit April 2012 ist er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Programms Recht im Kontext (gemeinsam mit Tatjana Hörnle und Gerhard Wagner). Er hat u.a. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten. 2016 wurde ihm der Leibniz-Preis der DFG zuerkannt.

Dr. Bertram Nickolay
Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin

Spezialist für automatische Digitalisierung und die virtuelle Rekonstruktion von Objekten. Dr. Bertram Nickolay ist Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik und ist unter anderem mit der Erstellung eines Computerprogrammes zur Rekonstruktion der Archive der Stasi bekannt geworden: er hatte die Idee, ein System zu entwickeln, das zerrissene Stasi-Akten automatisiert virtuell rekonstruieren kann. Entstanden ist der ePuzzler – ein auf komplexen Algorithmen basierendes Computersystem, das einen entscheidenden Beitrag zur Aufarbeitung der jüngsten deutschen Geschichte leisten soll.

Foto von Bertram Nickolay
Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
Klimaforscher
Potsdam Institut for Climate Impact Research (PIK)

Stefan Rahmstorf ist ein deutscher Klimaforscher. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Ozeanographie und Paläoklimatologie. Im Jahr 2000 übernahm er die Professur für das Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam, wo er Vorlesungen zu den Themenfeldern Paläoklimatologie und Ozeanzirkulation hält.
Zum Thema Globale Erwärmung engagiert sich Rahmstorf öffentlich. Er ist ein Mitbegründer des weltweit bekannten RealClimate-Blogs, der 2006 von der Fachzeitschrift Nature unter die Top 5 der Wissenschaftsblogs gewählt und vom Time Magazine 2008 zu den 15 besten Umweltseiten  gezählt wurde. Er ist auch Mitbegründer des deutschen Klimablogs KlimaLounge. Die KlimaLounge gewann bei der Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres 2013 den 3. Preis
Er gehört zu den Leitautoren des 2007 veröffentlichten Vierten Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC)

Dr Walter Roest
Mitglied der Festlandsockelgrenzkommission (UNO) und Forscher in der Abteilung marine Geowissenschaften
französischen Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer), Brest

Der gebürtige Holländer Walter Roest ist seit 2003 am Ifremer tätig. Vorher hat er in Holland und Kanada gearbeitet. Als Spezialist für Geophysik und Geowissenschaften übernahm er mit Beginn seiner Tätigkeit am Ifremer die Leitung des Programms „Extraplac", das sich mit der Erweiterung des Festlandsockels beschäftigt. Am 6. Juni 2012 wurde er für eine Dauer von 5 Jahren als Mitglied der Festlandsockelgrenzkommission der UNO gewählt.

Dr. Miriam Saage-Maaß
Rechtsanwältin und stellvertretende Legal Director
European Center for Constitutional and Human Right

Miriam Saage-Maaß ist promovierte Rechtsanwältin und stellvertretende Legal Director beim ECCHR, wo sie das Programm Wirtschaft und Menschenrechte aufgebaut hat und derzeit leitet. Sie führt zivilrechtliche Verfahren gegen Unternehmen wie Lidl und Kik wegen der Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen in Bangladesch und Pakistan. Zudem ist sie an verschiedenen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen Manager deutscher Unternehmen wegen Menschenrechtsverletzungen im Sudan, der DR Kongo oder Bahrain beteiligt. Saage-Maaß veröffentlicht regelmäßig zur Frage der juristischen Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen.

Photo de Miriam Saage-Maaß
Dr. Boualem Sansal
Schriftsteller

Boualem Sansal ist ein algerischer Schriftsteller, der in seinem Land wegen seiner Kritik an der Regierung zensiert wurde. Dennoch lebt er noch immer dort, denn seiner Meinung nach braucht das Land seine Künstler, um sich der Demokratie öffnen zu können. Als gelernter Ingenieur hat er außerdem einen Doktor in Wirtschaft gemacht. Während des Algerischen Bürgerkriegs begann er zu schreiben und veröffentlichte 1999 seinen Roman Der Schwur der Barbaren, der vor allem in Frankreich und Deutschland ein großer Erfolg wird. Stets kritisch gegenüber allen Religionen, darunter der Islam, erhält er 2015 den grand prix du roman der Académie Française für den Roman 2084, der von dem Werk von George Orwell inspiriert ist und eine Gesellschaft beschreibt, die der Anbetung eines einzigen Gottes unterworfen ist.

Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Professorin für Kunstgeschichte
Technische Universität Berlin

Bénédicte Savoy, 1972 geboren, ist eine Alumna der École Normale Supérieure und Dozentin für Deutsch. Sie unterrichtet Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin. Sie ist Autorin zahlreicher Werke zur Geschichte der Raubkunst zwischen Frankreich und Deutschland, zur Entstehung von Kunstmuseen in Europa und zur Einrichtung grenzüberschreitender universitärer Fachbereiche wie Archäologie und Kunstgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert.

Foto von Bénédicte Savoy
Jean Staune
Essayist und Forscher
Université interdisciplinaire de Paris

1963 geboren, untersucht Jean Staune die Veränderungen der Gesellschaft aus technologischer, wissenschaftlicher, soziologischer und philosophischer Sicht. Dank seiner interdisziplinären Ausbildung in Wirtschaft, Management, Philosophie, Mathematik, Informatik und Paläontologie und seines umfassenden Netzwerks bekannter Persönlichkeiten der Université Interdisciplinaire de Paris, die er ebenfalls mitbegründet hat, stattet er Entscheidungsträger mit Hilfsmitteln aus, damit sie aktuelle Veränderungen besser nachvollziehen und sich daran anpassen können. Seit 1995 unterrichtet er im Master of Business Administration und an der Écoles des Hautes Études Commerciales Paris.

Foto von Jean Staune
Dr Sebastian Unger
Wissenschaftlicher Koordinator und Leiter der Forschungsabteilung verantwortungsvoller Umgang mit den Weltmeeren
IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) Potsdam

Seine Forschung konzentriert sich auf die politischen und gesellschaftlichen Umwandlungsprozesse in Zusammenhang mit dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Meere. Vorher war er mit der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der internationalen Umweltpolitik tätig, darunter als stellvertretender Generalsekretär der OSPAR-Kommission für den Schutz des Nordöstlichen Atlantiks und als Referent in der Abteilung für Wirtschaft und Nachhaltigkeit des deutschen Außenministeriums. Sebastian Unger hat Biologie und Politikwissenschaft studiert.

Foto von Sebastian Unger
Dr. Jean Viard
Soziologe (Directeur de recherches)
CEVIPOF/CNRS, Paris

Jean Viard, geboren 1949, ist französischer Sozialwissenschaftler und ausgebildeter Ökonom. Er ist Forschungsdirektor im Zentrum für politische Forschung im Institut für Politikwissenschaften Sciences Po (CEVIPOF/CNRS). Seine Spezialisierungen in den Bereichen Wirtschaft und Sozialwissenschaften drehen sich hauptsächlich um das Studium der Ferien- und Freizeit, die Stadt Marseille oder um die 35-Stunden-Woche.

Er ist Verlagsleiter der éditions de l’Aube, die er auch gegründet hat. Im September 2010 wird er zum regelmäßigen Berichterstatter des Journal du dimanche. Er ist Urheber zahlreicher Werke, wie Penser la nature (2012) oder C’est quoi la campagne? (2016)

Foto von Jean Viard
Prof. Dr. Cédric Villani
Professor für Mathematik, Claude Bernard Universität Lyon
Leiter des Instituts Henri Poincaré, Paris

Cédric Villani ist Leiter des Institut Henri Poincaré in Paris und Professor an der Universität Claude Bernard in Lyon. Seine wichtigsten Forschungsthemen sind die kinetische Gastheorie (die Gleichungen von Boltzmann und Wlassow) sowie der optimale Transport und seine Anwendungsbereiche. Seine Arbeit hat ihm nationale und internationale Anerkennung eingebracht; 2010 wurde ihm auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Hyderabad in Indien die Fields Medaille verliehen. Er engagiert sich stark für die wissenschaftliche Kommunikation für ein breites Publikum und vermittelt seine Leidenschaft für Mathematik auf zahlreichen Konferenzen in Sekundarschulen und Gymnasien. Er ist regelmäßig zu Gast in Sendungen, verfasst Kommentare und besucht verschiedene Festivals. Seit Dezember 2013 ist er Mitglied der Académie des Sciences.

Foto von Cédric Villani
Prof. Dr. Susanne Zepp
Professorin für Romanische Literaturwissenschaft
Freie Universität Berlin

Susanne Zepp ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu ihren Schwerpunkten in Lehre und Forschung gehören die spanisch- und portugiesischsprachigen Literaturen Europas und Lateinamerikas, die französische Literatur und die jüdischen Literaturen. Susanne Zepp hat von 2003 bis 2015 als Stellvertretende Direktorin das Leipziger Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte mitgeleitet und unter anderem Bücher über die Textkulturen im Europa der Frühen Neuzeit, über Jorge Luis Borges und über Literarisierungen jüdischer Geschichtserfahrung veröffentlicht. Sie hat über Michel de Montaigne, Stéphane Mallarmé, Albert Cohen und André Schwarz-Bart ebenso publiziert wie über die spanisch- und portugiesischsprachigen Literaturen und arbeitet derzeit an einem Forschungsprojekt über das Verhältnis von Literatur und Geschichte im Europa des Fin de Siècle. 

Foto von Suzanne Zepp
Dr. Rafael Ziegler
Leiter der sozial-ökologische Forschungsplattform
GETIDOS

Rafael Ziegler, Ph.D McGill University, leitet die sozial-ökologische Forschungsplattform GETIDOS (www.getidos.net), die sich mit Social Entrepreneurship und sozialen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigt. Er forscht und lehrt im Bereich politische Philosophie, Umweltethik und Wissenschaftsphilosophie – auf der Suche nach der GETIDOS-Maxime: GEtting ThIngs DOne Sustainably.

Foto von Rafael Ziegler
Dr. Stefan Aykut
Politikwissenschaftler und Soziologe
Centre Marc Bloch, Berlin

Foto von Stefan Aykut

Stefan Aykut ist Politikwissenschaftler und Soziologe am Laboratoire Interdisciplinaire Sciences Innovations Sociétés (INRA, Universität Paris-Est MLV) und ist assoziierter Forscher am Centre March Bloch in Berlin. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit internationaler Klimapolitik, der Energiewende und der besonderen Rolle von Szenarien und Vorhersagen als gemeinsame Sprache in der Energiedebatte. Er interessiert sich zudem für den Beitrag der Sozialwissenschaften an den Gesprächen zur Umweltkrise. Er verfasste etwa zwei Dutzend Artikel und Beiträge in Sammelbänden zu diesen Themen. Zusammen mit Amy Dahan hat er 2015 das Werk Gouverner le climat ? 20 ans de négociations internationales bei Presses de Sciences Po veröffentlicht.

Dr. Leyla Dakhli
Forscherin am CNRS
Centre Marc Bloch, Berlin

Foto von Leyla Dakhli

Leyla Dakhli ist Doktor der Geschichte mit Schwerpunkt Kultur- und Gesellschaftsgeschichte der Arabischen Welt. Sie forscht für das CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique). Zurzeit arbeitet sie für das Marc Bloch Zentrum Berlin. Ihre Themen sind Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des Nahen Ostens (Syrien, Libanon, Palästina), das Moderne Tunesien und die transnationalen Netzwerke von Gelehrten, Künstlern und Künstlerinnen.
Sie ist Mitglied der Redaktionskomitees der Zeitschriften Le Mouvement Social (Paris), The International Review of Social History (Amsterdam) und La Vie des idées. Sie war mit der Organisation offizieller Veranstaltungen des Think Tank „La République des idées“ betraut (2009-2011). Darüber hinaus hatte sie einen Sendeplatz in der Sendung „Les Matins de France Culture und eine eigene Rubrik in der Zeitung  „Libération“.
Unter anderen liegen von ihr folgende Veröffentlichungen vor: Histoire du Proche-Orient contemporain, Paris 2015 ; Une génération d’intellectuels arabes. Syrie et Liban,  1908-1940, Paris, 2009 ; Avec Vincent Lemire et Daniel Rivet, Proche-Orient : foyers, frontières et fractures. Vingtième siècle, 2009 ; avec Stéphanie Latte Abdallah, Des engagements au féminin au Moyen-Orient (XXe - XXIe siècles), Le mouvement social, 2010 ; « Une lecture de la révolution tunisienne », in Le Mouvement social, N°236, juin-septembre 2011 ; « L’ordre des choses et le sens de l’histoire. La Tunisie après la révolution de 2010-2011 » in REMMM N°138, janvier 2016 ; « Entre fidélité et réconciliation, quelle place pour la politique dans la Tunisie révolutionnaire ? », in Pouvoirs. La Tunisie, N° 156, janvier 2016.

Camille De Toledo
Schriftsteller

Foto von Camille de Toledo

Camille de Toledo ist ein Berufsschriftsteller, der seine Kreativität auf Kunststoffinstallationen und Videokunst ausweitet. Heute lebt er in Berlin, wo er neue, labyrinthartige Formen des Schreibens entwirft. Er kultiviert die „Ästhetik des Schwindelerregenden“, indem er Texte und Geschichten übereinanderschichtet, insbesondere in seinem Werk Vies potentielles. Vor kurzem initiierte er auch drei Ausstellungen in der Leipziger Baumwollspinnerei, die sich mit unserer vergangenheitsorientierten Gesellschaft auseinandersetzten.

Guibert Del Marmol
Conférencier und ehemaliger Unternehmensleiter

Von San Francisco über den Amazonas und europäische Landstriche bis nach Bombay – Guibert del Marmol ist ständig in Kontakt mit Unternehmern, die die Welt verändern, und bringt die Begriffe Wirtschaft, Ökologie und Zweckmäßigkeit in Einklang. Ehemals Leiter eines Unternehmers ist er heute Berater, Autor und Redner mit dem Spezialgebiet „regenerative“ Wirtschaft. Seit 2006 begleitet er Unternehmensleiter, Verwaltungsräte und Aktionäre bei der Entwicklung eines nachhaltigen Managements auf der Grundlage der Schaffung gemeinsamer Werte. Er engagiert sich in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, soziales Unternehmertum und verantwortungsvolle Investitionen. Er tritt sowohl in Europa als auch in den USA und in Asien auf.

Prof. Dr. Gabriele Dolff-Bonekämper
Professorin für Kunstgeschichte
Technische Universität Berlin

Foto von Gabriele Dolff-Bonekämper

Kunst- und Architekturhistorikerin, 1988 bis 2002 Denkmalpflegerin in Berlin. Expertin für Kulturerbe beim Europarat. Seit 2002 Professorin für Denkmalpflege am Institut für Stadt-und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin. Zahlreiche Publikationen über Denkmalwerte- und Kulturerbe-Theorie und Erinnerungsforschung sowie über Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne in Europa.

Emmanuel Druon
Unternehmer
Pocheco

Photo d'Emmanuel Druon

Der nordfranzösische Unternehmer Emmanuel Druon hat sich seit über 15 Jahren dem Konzept einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft verschrieben. Seit 1997 ist er Geschäftsführer des bei Lille ansässigen Unternehmens Pocheco, das Briefumschläge herstellt, und nach sozial verträglichen und "ökolonomischen" Kriterien wirtschaftet.
Emmanuel Druon ist Autor zweier Sachbücher, die im Verlag Actes Sud in der Reihe Domaine du Possible erschienen sind: Le Syndrome du Poisson Lune, un manifeste d’anti management und Ecolonomie, Entreprendre sans détruire.

Prof. Dr. Andreas Eckert
Professor für moderne Geschichte
Humboldt Universität Berlin

Foto von Andreas Eckert

Studium Geschichte, Französisch und Journalistik in Hamburg, Yaoundé und Aix-en-Provence. Promotion 1995 in Hamburg, Habilitation 2002 an der HU Berlin. 2002 bis 2007 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg, seither Lehrstuhl für die Geschichte Afrikas an der HU Berlin. Seit 2009 zudem Leiter des BMBF Käte Hamburger Kollegs „Arbeit und Lebenslauf in globalhistorischer Perspektive“. Vorsitzender des Forums Transregionale Studien. Gastprofessuren und Fellowships u.a. an der Maison des Sciences de l’Homme Paris, der EHESS, dem Institut d’Etudes Avancées de Nantes, der Maison d’Histoire Genf, Harvard University, University of Michigan Ann Arbor und dem Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS). Arbeitsschwerpunkte: Geschichte Afrikas im 19. und 20 Jh.; Geschichte der Arbeit; Globalgeschichte. Regelmäßiger Autor für die FAZ und die ZEIT.

Prof. Dr. Ottmar Ette
Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Universität Potsdam

Foto von Ottmar Ette

Ottmar Ette wurde 1956 im Schwarzwald geboren. Er promovierte 1990 an der Universität Freiburg i. Br. mit einer Arbeit über José Martí und habilitierte sich 1995 an der Katholischen Universität Eichstätt über Roland Barthes. Seit Oktober 1995 ist er Lehrstuhlinhaber für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Seine Venia Legendi umfasst die Romanischen Literaturen sowie die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft.
2014 wurde Ottmar Ette zum Honorary Member der Modern Language Association of America (MLA) gewählt, seit 2013 ist er Ordentliches Mitglied der Geisteswissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2015 erfolgte die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Im Jahr 2010 wurde er Mitglied der Academia Europea sowie u.a. Honorary Fellow am Institute of Modern Languages Research der School of Advanced Study der University of London
Ottmar Ette war 2004-2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2013 Fellow der Bayreuth Academy of Advanced African Studies sowie im Jahr 2010 Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS).

Prof. Dr. Naika Foroutan
Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik
Humboldt Universität Berlin

Foto von Naika Foroutan

Naika Foroutan ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und sie ist stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM), das von der Hertie-Stiftung und dem DFB gefördert wird.
Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität.
Seit 2011 ist sie zudem Leiterin der Forschungsgruppe Junge Islambezogene Themen in Deutschland (JUNITED) im Rahmen des Projekts Junge Islam Konferenz (JIK), welches von der Stiftung Mercator gefördert wird. Im Jahr 2011 erhielt sie den Berliner Integrationspreis für ihr Eingreifen in die bundesweit kontrovers geführte „Sarrazindebatte“. Im Jahr 2012 erhielt sie für ihre wissenschaftlichen Leistungen den Wissenschaftspreis der Fritz-Behrens Stiftung für exzellente Forschung. Sie ist zudem Vorstandsmitglied, des Rats für Migration, einem Zusammenschluss von über 100 deutschsprachigen Wissenschaftlern, die mit ihrer Forschungsexpertise in den öffentlichen Raum hinein intervenieren, um zur Versachlichung der Debatte um Migration und Integration beizutragen.

Prof. Dr. Michel Foucher
Geopolitologe und Diplomat
Collège d'Etudes Mondiales, Paris

Foto von Michel Foucher

Michel Foucher ist Professor, Geograph, Diplomat und Inhaber des Lehrstuhls für angewandte Geopolitik am Collège d’études mondiales in Paris. Er war Berater des französischen Außenministers und französischer Botschafter in Lettland sowie Beauftragter für europäische Fragen. Zuletzt veröffentlichte er 2013 La bataille des cartes, analyse critique des visions du monde und er ist Ko-Autor des Rapport Schuman sur l’Europe, l’état de l’Union, 2016.

Prof. Dr. Gunter Gebauer
Professor für Philosophie und Sportwissenschaft
Freie Universität Berlin

Foto von Gunter Gebauer

Er gehört zu den großen Persönlichkeiten der Philosophie und hat erfolgreich mehrere Disziplinen miteinander verknüpft. Er ist ein Spezialist der Sportsoziologie und berichtet regelmäßig in den Medien über dieses Feld (seine Artikel erscheinen u.a. in der FAZ). Er übte Gastprofessoren in Paris, Straßburg und Hiroshima (Japan) aus. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen der Sprachphilosophie, Körperanthropologie, Soziologie der körperlichen Praktiken, der Ästhetik und der Theorie des Sports und des Spiels

Prof. Dr. Alfred Grosser
Essayist und conférencier

Alfred Grosser, Jahrgang 1925, gehört zu den großen Persönlichkeiten der deutsch-französischen Freundschaft. Er hat in mehreren grandes écoles Politikwissenschaften unterrichtet, von Science Po Paris, wo er emeritierter Professor ist, über die Universität Keio in Japan und die Ecole Polytechnique bis hin zur HEC Paris.
Parallel dazu arbeitete er von 1965 bis 1994 als politischer Berichterstatter für die Tageszeitung Le Monde und später, etwas unregelmäßiger, für la Croix und Ouest-France.
Als großer Mitgestalter der deutsch-französischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Alfred Grosser, der den Einfluss beider Kulturen persönlich erlebt hat, mehrmals ausgezeichnet, insbesondere mit der Würde eines Großoffiziers der Ehrenlegion. Heute hält er zahlreiche Vorträge vor einem gewollt facettenreichen Publikum. Er ist Verfasser zahlreicher Werke, darunter Le sel de la terre : pour l’engagement moral (Seuil, 1981), Les identités difficiles (Presses de Science Po, 1996) und La joie et la mort : Bilan d’une vie (Presses de la Renaissance, 2011).

Prof. Dr. Serge Latouche
Ökonom und Philosoph
Universität Paris-XI

Foto von Serge Latouche

Serge Latouche wurde 1940 in Vannes geboren. Er ist ein französischer Philospoh und Ökonom. Als emeritierter Professor der rechts-, wirtschafts- und verwaltungswissenschaftlichen Fakultät Jean Monnet der Universität Paris XI ist er Wachstumsgegner, Vorsitzender des Vereins der Freunde Entropias (ein Magazin für theoretische und politische Studien zur Wachstumsrücknahme) und er leitet die Publikationsreihe „der Vorreiter der Wachstumsrücknahme“ im Verlag Le Passager Clandestin. Er wirkt außerdem an der Revue MAUSS mit.

Prof. Dr. Hervé Le Treut
Klimaforscher
GIEC

Hervé Le Treut hat an der Ecole Normale Supérieure Physik studiert und sich schon früh der Untersuchung der Erde anhand von digitalen Modellen zugewandt. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf Fragen des Klimawandels im Zusammenhang mit menschlichem Handeln. Le Treut ist Forschungsdirektor des CNRS und lehrt an der Université Pierre et Marie Curie sowie an der Ecole Polytechnique. Außerdem leitet er das Institut Pierre Simon Laplace, ein Zusammenschluss von neun Forschungslaboren in der Pariser Region, und hat an den jüngsten Berichten des Weltklimarats IPCC mitgewirkt. Le Treut ist Mitglied der Académie des Sciences.

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder
Professor für Geologie und Anthropozänforschung, Freie Universität Berlin
Leiter Haus der Zukunft

Foto von Reinhold Leinfelder

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder ist Gründungsdirektor des Hauses der Zukunft und insbesondere für dessen Inhalte zuständig. Früher war er u.a. Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und des Berliner Naturkundemuseums. Als Geologe und Anthropozänforscher lehrt und forscht er auch an der Freien Universität und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Prof. Dr. Jochen Maas
Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, Sanofi-Aventis Deutschland
Sanofi-Aventis

Photo de Jochen Maas

Prof. Dr. Jochen Maas ist seit Oktober 2010 Geschäftsführer Forschung & Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Er leitet zudem den German R&D Hub, eines von weltweit fünf im Jahr 2012 geschaffenen integrierten Forschungs- und Entwicklungszentren und ist Mitglied des globalen R&D Management Board. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit in der Industrie hält Jochen Maas als Professor an der technischen Hochschule Mittelhessen Vorlesungen über Pharmakokinetik und Drug Delivery Systeme. Neben seiner Tätigkeit im F&E-Management des Unternehmens hält Jochen Maas häufig wissenschaftliche Vorträge. Darüber hinaus ist er Fachautor und Mitherausgeber mehrerer wissenschaftlicher Monographien.

Prof. Dr. Philippe Meirieu
Professor für Bildungswissenschaft
Universität Lumière-Lyon 2

Foto von Philippe Meirieu

Philippe Meirieu, geboren 1949, war Grund- und Sekundarschullehrer sowie Lehrer an Gymnasien und Berufsgymnasien. Heute ist er emeritierter Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaften. Im Rahmen seines umfangreichen privaten und beruflichen Engagements war er Chefredakteur der Cahiers pédagogiques, Verantwortlicher einer Laborschule, Leiter des Institut nationale de recherche pédagogique, Leiter des Institut universitaire de formation des maîtres de l’Achémie in Lyon und Zeit seines Lebens Vize-Präsident für Bildungsangelegenheiten der Region Rhône-Alpes. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit differenzierter Pädagogik und Situationsproblematiken. Heute setzt er sich hauptsächlich mit der Geschichte und der Aktualität der Pädagogik auseinander. Er interessiert sich außerdem für die Frage des Lernens und ihrem Verhältnis zur Ethik, für die Umsetzung didaktischer Programme und den Wunsch zu lernen. Zudem widmet er sich der Ausbildung von Lehrkräften. Zu all diesen Themen hat er zahlreiche Werke verfasst, die in der ganzen Welt gelesen werden.

Prof. Dr. Dominique Moïsi
Professor für Geopolitik
Collège d'Europe Natolin (Warschau), IFRI, ENA, Sciences Po Paris

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1946 geboren, studierte Dominique Moisi Politikwissenschaften an der Hochschule Sciences Po Paris und anschließend in Harvard. Er arbeitete später als Dozent an der ENA, in Harvard und an Sciences Po Paris. Nachdem er Assistent von Raymond Aron war, wird er Dozent für europäische Geopolitik am Collège d’Europe (Europakolleg) in Natolin (Warschau). Als Experte für Geopolitik und Spezialist für internationale Politik ist er als Fachberater des IFRI (Institut français de relations internationales) tätig. Ferner veröffentlicht er regelmäßig Artikel für die Financial Times, die New York Times oder Die Welt.

Prof. Dr. Christoph Möllers
Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie
Humboldt Universität Berlin

Christoph Möllers, geb. 1969, studierte Rechtswissenschaf­ten, Philosophie und Komparatistik in Tübingen, Madrid und München. 1. Staatsexamen 1994 in München, 2. Staatse­xamen 1997 in Berlin, 1995 Master of Laws an der University of Chicago Law School, 1999 Promotion bei Peter Lerche in München, 1997-2000 Assistent bei Hartmut Bauer an der TU Dresden, 2000-2004 bei Eberhard Schmidt-Aßmann am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht. Habilitation an der Universität Heidelberg, Venia Legendi für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Europa- und Völker-recht. 2004/2005 Professor für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, von 2005 bis 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentli­ches Recht, insbes. Staatsrecht, Verfassungstheorie und Rechtsverglei­chung an der Georg-August-Universität Göttingen, seither Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Möllers war 2005 Emile Noël-Fellow an der New York-University School of Law und 2006/2007 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Von 2011 bis 2014 war er Richter im Nebenamt am Oberverwal­tungsgericht Berlin-Brandenburg. Seit April 2012 ist er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Programms Recht im Kontext (gemeinsam mit Tatjana Hörnle und Gerhard Wagner). Er hat u.a. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten. 2016 wurde ihm der Leibniz-Preis der DFG zuerkannt.

Dr. Bertram Nickolay
Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin

Foto von Bertram Nickolay

Spezialist für automatische Digitalisierung und die virtuelle Rekonstruktion von Objekten. Dr. Bertram Nickolay ist Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik und ist unter anderem mit der Erstellung eines Computerprogrammes zur Rekonstruktion der Archive der Stasi bekannt geworden: er hatte die Idee, ein System zu entwickeln, das zerrissene Stasi-Akten automatisiert virtuell rekonstruieren kann. Entstanden ist der ePuzzler – ein auf komplexen Algorithmen basierendes Computersystem, das einen entscheidenden Beitrag zur Aufarbeitung der jüngsten deutschen Geschichte leisten soll.

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
Klimaforscher
Potsdam Institut for Climate Impact Research (PIK)

Stefan Rahmstorf ist ein deutscher Klimaforscher. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Ozeanographie und Paläoklimatologie. Im Jahr 2000 übernahm er die Professur für das Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam, wo er Vorlesungen zu den Themenfeldern Paläoklimatologie und Ozeanzirkulation hält.
Zum Thema Globale Erwärmung engagiert sich Rahmstorf öffentlich. Er ist ein Mitbegründer des weltweit bekannten RealClimate-Blogs, der 2006 von der Fachzeitschrift Nature unter die Top 5 der Wissenschaftsblogs gewählt und vom Time Magazine 2008 zu den 15 besten Umweltseiten  gezählt wurde. Er ist auch Mitbegründer des deutschen Klimablogs KlimaLounge. Die KlimaLounge gewann bei der Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres 2013 den 3. Preis
Er gehört zu den Leitautoren des 2007 veröffentlichten Vierten Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC)

Dr Walter Roest
Mitglied der Festlandsockelgrenzkommission (UNO) und Forscher in der Abteilung marine Geowissenschaften
französischen Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer), Brest

Der gebürtige Holländer Walter Roest ist seit 2003 am Ifremer tätig. Vorher hat er in Holland und Kanada gearbeitet. Als Spezialist für Geophysik und Geowissenschaften übernahm er mit Beginn seiner Tätigkeit am Ifremer die Leitung des Programms „Extraplac", das sich mit der Erweiterung des Festlandsockels beschäftigt. Am 6. Juni 2012 wurde er für eine Dauer von 5 Jahren als Mitglied der Festlandsockelgrenzkommission der UNO gewählt.

Dr. Miriam Saage-Maaß
Rechtsanwältin und stellvertretende Legal Director
European Center for Constitutional and Human Right

Photo de Miriam Saage-Maaß

Miriam Saage-Maaß ist promovierte Rechtsanwältin und stellvertretende Legal Director beim ECCHR, wo sie das Programm Wirtschaft und Menschenrechte aufgebaut hat und derzeit leitet. Sie führt zivilrechtliche Verfahren gegen Unternehmen wie Lidl und Kik wegen der Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen in Bangladesch und Pakistan. Zudem ist sie an verschiedenen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen Manager deutscher Unternehmen wegen Menschenrechtsverletzungen im Sudan, der DR Kongo oder Bahrain beteiligt. Saage-Maaß veröffentlicht regelmäßig zur Frage der juristischen Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen.

Dr. Boualem Sansal
Schriftsteller

Boualem Sansal ist ein algerischer Schriftsteller, der in seinem Land wegen seiner Kritik an der Regierung zensiert wurde. Dennoch lebt er noch immer dort, denn seiner Meinung nach braucht das Land seine Künstler, um sich der Demokratie öffnen zu können. Als gelernter Ingenieur hat er außerdem einen Doktor in Wirtschaft gemacht. Während des Algerischen Bürgerkriegs begann er zu schreiben und veröffentlichte 1999 seinen Roman Der Schwur der Barbaren, der vor allem in Frankreich und Deutschland ein großer Erfolg wird. Stets kritisch gegenüber allen Religionen, darunter der Islam, erhält er 2015 den grand prix du roman der Académie Française für den Roman 2084, der von dem Werk von George Orwell inspiriert ist und eine Gesellschaft beschreibt, die der Anbetung eines einzigen Gottes unterworfen ist.

Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Professorin für Kunstgeschichte
Technische Universität Berlin

Foto von Bénédicte Savoy

Bénédicte Savoy, 1972 geboren, ist eine Alumna der École Normale Supérieure und Dozentin für Deutsch. Sie unterrichtet Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin. Sie ist Autorin zahlreicher Werke zur Geschichte der Raubkunst zwischen Frankreich und Deutschland, zur Entstehung von Kunstmuseen in Europa und zur Einrichtung grenzüberschreitender universitärer Fachbereiche wie Archäologie und Kunstgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert.

Jean Staune
Essayist und Forscher
Université interdisciplinaire de Paris

Foto von Jean Staune

1963 geboren, untersucht Jean Staune die Veränderungen der Gesellschaft aus technologischer, wissenschaftlicher, soziologischer und philosophischer Sicht. Dank seiner interdisziplinären Ausbildung in Wirtschaft, Management, Philosophie, Mathematik, Informatik und Paläontologie und seines umfassenden Netzwerks bekannter Persönlichkeiten der Université Interdisciplinaire de Paris, die er ebenfalls mitbegründet hat, stattet er Entscheidungsträger mit Hilfsmitteln aus, damit sie aktuelle Veränderungen besser nachvollziehen und sich daran anpassen können. Seit 1995 unterrichtet er im Master of Business Administration und an der Écoles des Hautes Études Commerciales Paris.

Dr Sebastian Unger
Wissenschaftlicher Koordinator und Leiter der Forschungsabteilung verantwortungsvoller Umgang mit den Weltmeeren
IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) Potsdam

Foto von Sebastian Unger

Seine Forschung konzentriert sich auf die politischen und gesellschaftlichen Umwandlungsprozesse in Zusammenhang mit dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Meere. Vorher war er mit der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der internationalen Umweltpolitik tätig, darunter als stellvertretender Generalsekretär der OSPAR-Kommission für den Schutz des Nordöstlichen Atlantiks und als Referent in der Abteilung für Wirtschaft und Nachhaltigkeit des deutschen Außenministeriums. Sebastian Unger hat Biologie und Politikwissenschaft studiert.

Dr. Jean Viard
Soziologe (Directeur de recherches)
CEVIPOF/CNRS, Paris

Foto von Jean Viard

Jean Viard, geboren 1949, ist französischer Sozialwissenschaftler und ausgebildeter Ökonom. Er ist Forschungsdirektor im Zentrum für politische Forschung im Institut für Politikwissenschaften Sciences Po (CEVIPOF/CNRS). Seine Spezialisierungen in den Bereichen Wirtschaft und Sozialwissenschaften drehen sich hauptsächlich um das Studium der Ferien- und Freizeit, die Stadt Marseille oder um die 35-Stunden-Woche.

Er ist Verlagsleiter der éditions de l’Aube, die er auch gegründet hat. Im September 2010 wird er zum regelmäßigen Berichterstatter des Journal du dimanche. Er ist Urheber zahlreicher Werke, wie Penser la nature (2012) oder C’est quoi la campagne? (2016)

Prof. Dr. Cédric Villani
Professor für Mathematik, Claude Bernard Universität Lyon
Leiter des Instituts Henri Poincaré, Paris

Foto von Cédric Villani

Cédric Villani ist Leiter des Institut Henri Poincaré in Paris und Professor an der Universität Claude Bernard in Lyon. Seine wichtigsten Forschungsthemen sind die kinetische Gastheorie (die Gleichungen von Boltzmann und Wlassow) sowie der optimale Transport und seine Anwendungsbereiche. Seine Arbeit hat ihm nationale und internationale Anerkennung eingebracht; 2010 wurde ihm auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Hyderabad in Indien die Fields Medaille verliehen. Er engagiert sich stark für die wissenschaftliche Kommunikation für ein breites Publikum und vermittelt seine Leidenschaft für Mathematik auf zahlreichen Konferenzen in Sekundarschulen und Gymnasien. Er ist regelmäßig zu Gast in Sendungen, verfasst Kommentare und besucht verschiedene Festivals. Seit Dezember 2013 ist er Mitglied der Académie des Sciences.

Prof. Dr. Susanne Zepp
Professorin für Romanische Literaturwissenschaft
Freie Universität Berlin

Foto von Suzanne Zepp

Susanne Zepp ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu ihren Schwerpunkten in Lehre und Forschung gehören die spanisch- und portugiesischsprachigen Literaturen Europas und Lateinamerikas, die französische Literatur und die jüdischen Literaturen. Susanne Zepp hat von 2003 bis 2015 als Stellvertretende Direktorin das Leipziger Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte mitgeleitet und unter anderem Bücher über die Textkulturen im Europa der Frühen Neuzeit, über Jorge Luis Borges und über Literarisierungen jüdischer Geschichtserfahrung veröffentlicht. Sie hat über Michel de Montaigne, Stéphane Mallarmé, Albert Cohen und André Schwarz-Bart ebenso publiziert wie über die spanisch- und portugiesischsprachigen Literaturen und arbeitet derzeit an einem Forschungsprojekt über das Verhältnis von Literatur und Geschichte im Europa des Fin de Siècle. 

Dr. Rafael Ziegler
Leiter der sozial-ökologische Forschungsplattform
GETIDOS

Foto von Rafael Ziegler

Rafael Ziegler, Ph.D McGill University, leitet die sozial-ökologische Forschungsplattform GETIDOS (www.getidos.net), die sich mit Social Entrepreneurship und sozialen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigt. Er forscht und lehrt im Bereich politische Philosophie, Umweltethik und Wissenschaftsphilosophie – auf der Suche nach der GETIDOS-Maxime: GEtting ThIngs DOne Sustainably.

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