Keine Frage der Freiwilligkeit! Warum wir mehr brauchen als moralische Verantwortung von Unternehmen und ethischen Konsum

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Miriam Saage-Maaß

„Wirtschaften mit Verantwortung“, corporate social responsability: Etliche transnationale Unternehmen und Konzerne schmücken sich mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung. Doch die Realität in der globalisierten Wirtschaft des 21. Jahrhunderts sieht anders aus. Immer wieder verletzen Konzerne, ihre Tochterfirmen oder Zulieferbetriebe Menschenrechte im Ausland – durch gezielte Kooperation mit gewalttätigen Regimes, durch eine rein am Profit orientierte Geschäftspolitik oder schlicht durch mangelnde Sorgfalt des Managements. Die Betroffenen haben selten Mittel und Wege, ihre Rechtsansprüche am Hauptsitz des verantwortlichen Unternehmens geltend zu machen, geschweige denn durchzusetzen. Und auch als bewusst konsumierende Menschen sind wir unbedingt in der Lage, fair produzierte Waren zu kaufen und so den Markt zu beeinflussen.
Das ECCHR setzt sich dafür ein, dass Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen juristisch aufgearbeitet werden. Damit sollen auch rechtspolitische Debatten angestoßen werden: Welche Rolle spielen transnationale Unternehmen in der globalisierten Welt? Welchen Regeln und Gesetzen unterliegen sie? Welche Gesetze sind nötig, um Unternehmen angemessen für Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen? Bei allen Verfahren behalten wir die wirtschaftliche, soziale und politische Dimension im Blick, und versuchen ,die Machtverhältnisse durch den Einsatz innovativer und unerwarteter juristischer Mittel zu unterlaufen.

Heure de debut: 
Freitag 03 Juni 2016 - 21:30
Heure de fin: 
Freitag 03 Juni 2016 - 22:00
Salle: 
Salle Duchamp
Type d'évènement: